Auf der Januar-Sternkarte – sie gilt für 22 Uhr – erkennt man in Südrichtung das bekannteste Wintersternbild, den Orion. Seine sieben Sterne sind alle sehr hell. In der von ihnen aufgespannten Form kann man sich gut den menschlichen Körper des Himmelsjägers vorstellen. Unterhalb der drei „Gürtelsterne“ entdeckt man mit einem Fernglas den blass schimmernden Orion-Nebel. Der rechte untere Stern des Orion, Rigel, ist gleichzeitig die rechte untere Ecke des Wintersechsecks. Beim Wintersechseck handelt es sich um kein Sternbild, sondern um eine große Figur aus sechs hellen Sternen verschiedener Sternbilder. Im Uhrzeigersinn folgt auf Rigel im Orion zuerst Sirius (im Großen Hund), dann Procyon (im Kleinen Hund), Castor (in den Zwillingen), Capella (im Fuhrmann), und schließlich Aldebaran im Stier.

Die Wintermilchstraße zieht durch die Sternbilder Großer Hund, Einhorn, Zwillinge, Stier, Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia. Sie ist nicht so hell wie im Sommer, da wir von der Erde aus derzeit zum Rand unserer Galaxis hin blicken.

Die Mondphasen im Januar 2022

Die Planeten im Januar 2022

Merkur taucht von Anfang bis Mitte Januar am südwestlichen Abendhimmel auf. Die beste Sichtbarkeit ist um den 7. Januar.

Venus verschwindet Anfang Januar am Abendhimmel im Glanz der Sonne und steht am 9.1. mit ihr in unterer Konjunktion. Ab Mitte Januar erscheint Venus am Morgenhimmel. Ihre größte westliche Elongation wird sie am 20. März erreichen.

Mars ist ein Objekt in der Morgendämmerung, tief am südöstlichen Horizont. Im Dezember wird Mars seine Oppositionsstellung im Stier einnehmen.

Jupiter ist noch ein auffälliges Objekt am westlichen Abendhimmel. Am 5. März wird er von der Sonne einholt, seine diesjährigen Opposition findet am 26. September statt.

Saturn geht abends früher als Jupiter unter, ab Mitte Januar taucht er in der hellen Dämmerung ab. Der Ringplanet steht bereits am 4. Februar in Konjunktion mit der Sonne und am 14. August in Opposition.

Uranus im Widder ist ein Objekt der ersten Nachthälfte. Erst am 5. Mai wird er mit der Sonne in Konjunktion stehen und am 9. November seine Oppositionsstellung einnehmen.

Neptun im Wassermann zieht sich vom Abendhimmel zurück. Der lichtschwache Planet kommt am 13. März in Konjunktion und am 16. September in Opposition mit der Sonne.


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Avatar-Platzhalter

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.