Nachfolgend eine Kurzbeschreibung der Planeten in unserem Sonnensystem. Anklickbare Planeten-Namen führen zu detaillierte Beschreibungen. Weitere Beschreibungen (für die derzeit nicht anklickbaren Planeten-Namen) sind in Vorbereitung.

Die großen Planeten

Merkur

… ist der sonnennächste Planet, der trotz einer Helligkeit von +3 mag und -1,5 mag nur schwer zu beobachten ist, denn er hat nur kurze Sichtbarkeitsperioden und immer eine horizontale Stellung. Merkur ist mit 4.878 km Durchmesser recht klein und hat eine chromgelbe Erscheinung.Merkur gehört zusammen mit Venus, Erde und Mars den terrestrischen Planeten an. Das heißt, er besitzt eine feste Gesteinsoberfläche, auf der Raumfahrzeuge landen und Menschen herumspazieren könnten.

Venus

…ist der zweite Planet im Sonnensystem und ist neben Sonne und Mond das hellste Gestirn mit einer Helligkeit von -3,9 bis -4,7 mag. Die Venus ist unser innerer Nachbarplanet und hat einen Durchmesser von 12.104 km und erscheint in strahlend weißem Licht. Abends am Westhimmel erscheint sie als „Abendstern“ und morgens in der östlichen Himmelphäre als „Morgenstern“. Dabei ist die Bezeichnung „Stern“ allerdings völlig falsch!

Erde

… ist der Planet auf dem wir leben. Die Erde hat einen Durchmesser von 12.756 km und ist damit etwas größer als die Venus. Dass die Erde einen natürlichen Satelliten hat, kann man insbesondere Nachts deutlich am Himmel erkennen (wenn nicht gerade „Neumond“ ist).

Mars

… ist unser äußere Nachbarplanet mit einer auffallend rötlichen Farbe. Er weist sehr unterschiedliche Helligkeiten von +1,8 bis -2,9 mag auf und hat einen Durchmesser von 6.794 km. Er besitzt zwei Monde: Phobos und Deimos. Die beiden winzigen Monde umlaufen den Mars in einem sehr geringen Orbit. Beide Monde sind sehr dunkle, kartoffelförmige Körper und gleichen darin den Asteroiden. Deshalb wird spekuliert, dass sie vom Mars eingefangene Asteroide sind.

Phobos: Durchmesser ca. 22 km, Entfernung vom Mars rd. 9.000 km
Deimos: Durchmesser ca. 12 km. Entfernung vom Mars rd. 23.000 km

Jupiter

… ist der größte aller Planeten und der erste „Gasplanet“ in unserem Sonnensystem. Er ist, wie die Venus, auffallend hell und daher kaum zu übersehen. Mit einer Helligkeit von -1,7 mag bis -2,9 mag erstrahlt er in einem weißlich gelben Licht. Er hat eine Masse von 320 Erdmassen, damit ist seine Masse doppelt so groß, wie alle Massen der übrigen acht Planeten zusammen! Jupiter besitzt 28 Monde, die vier größten (Ganymed, Kallisto, Europa und Io) wurden schon 1610 von Galilieo Galilei entdeckt (daher werden sie auch die „Galilei’schen Monde“ genannt). Mit einem 10×50-Fernglas können diese Monde gesehen werden.

Saturn

… ist der zweitgrößte und sonnenfernste mit freiem Auge noch sichtbare Planet, der mit fahlem Licht zwischen 1,3 mag und 0 mag (in Ausnahmen bis -0,5 mag) erstrahlt. Den berühmten Ring (eigentlich sind es mehrere) kann man in Fernrohren ab etwa 30facher Vergrößerung erkennen. Sein Riesenmond „Titan“ (nomen est omen) ist aber schon mit einem guten Fernglas zu erkennen. Saturn dreht sich in 10,5 Stunden um seine eigene Achse und aufgrund der Zentrifugalkraft ist er an seinen Polen deutlich abgeplattet. Saturn besitzt 30 bekannte Monde (möglicherweise hat er jedoch noch mehr).

Uranus

… ist theoretisch bei einer Oppositionshelligkeit von 5,7 mag mit bloßem Auge noch gerade erkennbar. Aber nur mit einem Fernglas bewaffnet wird man Uranus tatsächlich ausfindig machen können. Die 1977 entdeckten Ringe sind jedoch auch mit einem großen Teleskop nicht zu sehen. Uranus erlaubt sich eine Besonderheit gegenüber den anderen Planeten: Seine Rotationsachse steht, entgegen den anderen Planeten nicht senkrecht zur Bahnebene, sondern fast parallel dazu. Folglich wird er durch die Sonne an seinen Polen stärker aufgeheizt als an seinem Äquator. Uranus besitzt 21 Monde.

Neptun

… besitzt eine Helligkeit von 7,9 mag und ist nur im Teleskop als winziges, grünes Scheibchen erkennbar. Auf ihm herrschen starke Turbolenzen, Windgeschwindigkeiten bis zu 2.000 km/h sind nicht ungewöhnlich. Neptun besitzt „nur“ 8 Monde.

Kleinstplaneten

Außer den acht großen Planeten schwirren noch Tausende kleiner und kleinster Planeten (die man dann Planetoiden oder Asteroiden nennt) um unsere Sonne. Der erste wurde in der Neujahrsnacht des Jahres 1801 von Guiseppe Piazzi in Palermo entdeckt und auf den Namen „Ceres“ getauft.

Heute sind über 50.000 Planetoiden katalogisiert. Die meisten bewegen sich zwischen Mars und Jupiter um die Sonne, dieser Bereich wird daher auch „Planetoidengürtel“ genannt.
Darüber hinaus gibt es auch noch Planetoiden außerhalb der Neptun-Bahn. Seit dem 24.08.2006 zählt auch der einstige (neunte) Planet Pluto zu den Klein- oder Zwergplaneten. Den ersten weiteren nach Pluto fand man erst 1992, bis 2001 wurden insgesamt 400 und bis Ende 2003 etwa 600 Planetoiden in diesem sog. Kuiper-Gürtel (benannt nach dem renommierten Planetenforscher Gerard Peter Kuiper, der schon 1951 postuliert hatte, dass es knapp außerhalb der Neptun-Bahn eine Zone mit Planetoide geben müsse) aufgespührt. Die Planetoiden im Kuiper-Gürtel bezeichnet man als KBOs (Kuiper-Belt-Objects).